Portrait von Pfarrer August Zerhusen zurück in Visbek

Mitbegründer der Volksbank Visbek eG von Maler Klingenberg für die Ewigkeit festgehalten

Nach über 110 Jahren ist das Portrait von Pfarrer August Zerhusen an seinen Entstehungsort zurückgekehrt. Der Portraitmaler Heinrich Klingenberg (1868-1935) hatte Zerhusen 1910 gemalt und hielt sein Angesicht damit für die Ewigkeit fest.

August Zerhusen war von 1887 bis 1920 Pfarrer der Gemeinde Visbek und in seiner Rolle einer der Mitbegründer der „Visbeker Spar- und Darlehnskassenvereins“, der heutigen Volksbank Visbek eG.

„Pfarrer August Zerhusen war das zweite Gründungsmitglied unserer Volksbank Visbek eG, die am 8. November 1896 gegründet wurde“, erklärt Walter Tönnies, Vorstand des selbstständigen Bankhauses in Visbek, das im letzten Jahr sein 125-jährgies Jubiläum feierte.

Aufgrund dieser Bedeutung sei es ein großes Geschenk für die Volksbank, das Ölgemälde von Pfarrer Zerhusen, nun in Ehren halten zu dürfen.

Das alte Portrait passt perfekt zu den alten Möbeln, die seit dem Jubiläum in der Schalterhalle der Volksbank Visbek eG ausgestellt sind. „Das sind die Möbelstücke aus dem Wohnzimmer von Pfarrer August Zerhusen, an denen vermutlich die Gründung des damaligen ‚Visbeker Spar- und Darlehnskassenvereins‘ beschlossen wurde“, erklärt Tönnies weiter. Er verrät, dass das Erdgeschoss der Bank im kommenden Jahr grundlegend renoviert und modernisiert werden soll. Dann sollen die Möbel und das Portrait von Pfarrer Zerhusen einen besonderen Platz bekommen.

„Die Geschichte wird hier lebendig“, meint auch Ferdinand Zerhusen, der zusammen mit seiner Schwester Beatrix Zerhusen das Portrait kürzlich an die Vorstandsmitglieder Walter Tönnies und Marcel Scheele übergeben hat. „Ich habe durch Zufall erfahren, dass August Zerhusen eine wichtige Rolle in der Geschichte der Volksbank Visbek eG gespielt hat und habe mich deshalb entschieden, Ihnen das Portrait zu überlassen“, erklärt der 71-Jährige. Er lebt in Rehna (Mecklenburg-Vorpommern) an der Ostesee und ist ebenfalls Pfarrer, mittlerweile im Ruhestand.

Der nicht nur im Oldenburger Münsterland bekannte Maler Heinrich Klingenberg (1868-1935) portraitierte Pfarrer Zerhusen, der sein künstlerisches Talent erkannt und ihn stets gefördert hat.

Ein Neffe des Pfarrers Zerhusen erbte das Portrait nach seinem Tod. Das war der Großvater von Ferdinand Zerhusen, der das Bild nun an die Vertreter der Volksbank Visbek eG übergab. „Sowohl bei unseren Großeltern als auch bei unseren Eltern hatte das Bild immer einen besonderen Wert“, erinnern sich die Geschwister. Bis jetzt hing es im Wohnzimmer der Familie und würdigte Pfarrer August Zerhusen.

Portrait von Pfarrer August Zerhusen zurück in Visbek
v. l. M. Gelhaus (Heimatverein), W. Tönnies, F. Zerhusen, B. Zerhusen, M. Scheele